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Arbeiten ohne Lösungsmitteldämpfe! Dieser Aussage stand ich anfangs skeptisch gegenüber. Konnten denn Farben ohne entsprechende Lösungsmittel die gleiche Intensität, Lichtechtheit und feinst pigmentierte Verarbeitung bieten wie die seit Jahren bekannten und genutzten Farben anderer Anbieter? Ich könnte eine ziemlich lange Ausführung positiver Erfahrungen folgen lassen, das möchte ich zwecks ergebnisorientierten Handelns an dieser Stelle jedoch nicht den Modellbauern zumuten. Es genügt aus meiner Sicht eine Feststellung, die da heißt - JA. Diese Farben lassen sich sehr angenehm und zu voller Zufriedenheit im Modellbaubereich verwenden - ohne die übliche ‘Schnüffelei’. Wer skeptisch ist sollte - wie in solchen Situationen üblich - einen Test machen und die Farben ausprobieren. Nun jedoch zu den nützlichen Tips.
- Zuerst sollte vor jeder Benutzung von Sprühlackierung nochmals in Erinnerung gerufen werden, dass auch ohne Lösungsmittel eine Atemschutzmaske zur unbedingt notwendigen Grundausstattung eines jeden Farb-Aktiven gehört. Hier werden feinst zerstäubte Farbsprühnebel frei gesetzt, die keinesfalls eingeatmet werden dürfen und in die Atemwege gelangen sollten.Sie gefährden beim ungeschützten Atmen die Gesundheit.
- Die einzelnen Farben sollten in einem Farbglas entsprechend des voraussichtlichen Bedarfs in entsprechender Verdünnungsvariante angemischt werden.
Das zum Verdünnen genutzte Wasser habe ich vorher in einem kleinen Glasgefäß (evtl. Eierbecher) in Arbeitsnähe stehen und mit einem in Pril eingetauchten Stecknadelkopf ‘entspannt’. Diese kleine Menge Spülmittel reicht völlig aus zum ‘entspannten’ Lackieren. Zur Dosierung von Wasser in der Farbe nehme ich entsprechend zu erhaltende Pipetten. Verdünnen Sie nicht zu stark sonst zerfließt die Farbe auf dem zu verschönernden Werkstück. Ein Erfahrungswert von 25% bis 30% sollte zum Anfang die Grenze sein. Dieser kann später je nach Anforderung abgeändert werden.
- Vor jedem Spritzvorgang zuerst auf Papier, Pappe oder einem Stück ungenutztem Metall die erwartete Farbkonsistenz zum Lackiervorgang prüfen und mit der Spritzpistole kleine Probesprühungen vornehmen. Jetzt lassen sich noch Unzufriedenheiten oder Fehler in der Verdünnung ändern ohne die Modellbauarbeit zu ruinieren.
- Niemals versuchen den erwünschten Farbauftrag unbedingt beim ersten Mal aufzusprühen. Nach kurzer Trockenphase kann dann der nachfolgende Auftrag aufgebracht werden. Diesen Vorgang wiederholen bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Den Lack abschließend gut durchtrocknen lassen.
- Nach Benutzen der angebrochenen Farbgläser diese fest verschrauben und auf dem Kopf stehend lagern ( also auf dem Deckel stehend ).
Mit Wasser verdünnte Farben nicht länger aufbewahren, da sie unbrauchbar werden können.
- Oesling Modellbau-Farben eignen sich für die Airbrushpistole genau so wie zur Pinsellackierung.
Viel Spaß beim Verfeinern der Modelle, der Landschaft, der Gleise oder Ihres Moduls.
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